Allgemein · BeHinderung und Ableismus · Hintergründe

Diskriminierend gegen Nazis

Warum „Barbara“ nichts mit der radikalen Linken zu tun hat

„Barbara“ ist der Name einer Künstlerin die unter anderem in Heidelberg, Hamburg und Berlin mit vermeintlich lustig-klugen Plakaten große Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Auch in vielen linken Strukturen erhält sie Respekt und Rückhalt, da sie ja „Gegen Nazis“ und den deutschen Ordnungszwang ist. Leider sind ihre Plakate dabei diskriminierend (hauptsächlich ableistisch) und sie setzt revolutionäre und militante Zusammenhänge mit Neonazis gleich, findet Polizei und Staat ganz in Ordnung und kritisiert statt dem Kapitalismus lieber Banken.

Besonders nervig finde ich die sogenannte „Hufeisentheorie“. Dabei werden radikale Linke* mit Neonazis, Hooligans und seit neuestem Salafisten in einen Topf geworfen – ist ja eh alles nur Krawalltourismus. Das es dabei nicht um Gewalt zur Gewaltausübung sondern um Gegenwehr gegen autoritäre Hierarchiestrukturen geht, ist für Anhänger*innen der Extremismustheorie (mehr zur Extremismustheorie) undenkbar. Beispiel gefällig?

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Tom Schreiber gefällt das.

Ein weiterer Grund weshalb ich nicht denke das sie von emanzipatorischen Menschen weiter unterstützt und verbreitet werden sollte ist ihr ständiger Ableismus Dafuq? was ist denn Ableismus?

Ableismus beginnt nicht erst bei Übergriffen. Er beginnt bei Wörtern wie „Krank“, Idiot“ Dumm“ und ähnlichen. Dazu ein Zitat von Ash’s Blog:

vieles andere sind Formulierungen, die beHinderte Menschen abwerten und unter den Bus werfen. Sie implizieren, die Einschränkung wäre Ursache für das rücksichtslose oder unaufmerksame Verhalten der entsprechenden Person.
Sie lassen Menschen sich von Verhaltensweisen distanzieren, die manchmal nur unangemessen, oft aber gewaltvoll, grausam und diskriminierend sind.
Wenn all diese Dinge nur „kranke“ Menschen tun, heißt das im Umkehrschluss, dass ich als „gesunder“ Mensch mich nicht reflektieren muss. Ich kann mich von jeder ungewollten Verhaltensweise freisprechen – das Gleiche passiert, wenn Arschlöchern die Menschlichkeit abgesprochen wird. Die Bösen, das sind immer die anderen.

Die Sache ist nur: All diese Verhaltensweisen SIND zuallererst grundlegend menschlich. Wir verhalten uns alle mal in irgendeiner Form unangemessen, verletzend oder diskriminierend und um gewalttätig zu sein, müssen wir nicht mit einer Kalaschnikow durch die Gegend rennen und Leute abknallen.

wenn Mensch mehr erfahren möchte, warum Nazis nicht dumm sondern Scheiße sind, kann das hier

Beispiele für Barbaras Ableismus?

 

Ein weiterer Punkt ist klassistische Wortwahl. 10915282_1028973313801691_3327088603040385040_n

An Bernd Lucke und ALFA, seiner rechtskonservativen Partei, gibt es ungefährt 1000 Gründe zu kritisieren die nicht diskriminieren, stattdessen nimmt Barbara die Bezeichnung „Alpha-Kevin“ und wählt damit die Beleidigung auf Grund einer angeblichen Herkunft aus einer sozialen Schicht, verallgemeinert das ALLE Kevins rechtskonservativ/nicht intelliegent (welch ein Ausschlusskriterium für einen politischen Diskurs -.-) sind und stellt so dar, das Neonazismus ein Problem der „Unteren Schicht“ sei, was grade bei dieser Partei absurd klingt.

Zum Abschluss noch mein persönliches Lieblingsthema: Hippie-Pazifistengeschwäsch. Ja, Gewalt ist scheiße. Ja, ich lehne Gewalt ab, Aber! mit Nazis wird nicht diskutiert, Lichterketten für den Frieden halte ich für verfehlt und Bockwurstfressen gegen Nazis können gerne SPD und andere autoritäre Parteien und Arschlöcher machen, aber es hat keinen Zweck. Keinen Zweck wenn Neonazis mit Handgranaten auf Geflüchtetenheime werfen Link dazu ist hier, in Sachsen ein privater Investor ein KZ errichten will oder die Bundesregierung die Asylgesetze so verschärft das Amnesty was darüber schreibt. Das alles sieht Barbara ganz anders. Gewalt ist immer böse, die armen Nazis werden nur nicht genug lieb gehabt.

Anschließend noch ein paar weitere Plakate die ich für problematisch halte, aber nicht näher drauf eingehen möchte:

 

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39 Kommentare zu „Diskriminierend gegen Nazis

  1. Was hast du gegen Einhörner?

    Und: gegen Schmusekurs bez. Nazis zu sein heißt noch lange nicht, dass man den Aufruf, sie zu „klatschen“, unwidersprochen stehenlassen sollte.

    Und²: Schonmal Barbara direkt darauf angesprochen?

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    1. Das Problem mit dem Einhornbild ist, das es D als Staat nicht in Frage stellt.
      Der „Schmusekurs“ bezüglich Nazis derzeit ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Du kannst dir aussuchen (gelesen weiss, männlich) ob du gegen Nazis bist oder wie du mit ihnen umgehst. Ich z.B. kann es nicht. Mir dann zu sagen das Gewalt GG. Nazis Scheiße ist, ist verkürzt weil ich mich entweder mindestens verprügeln lasse oder aber mich aktiv dagegen wehre.
      Und ich habe sie nicht drauf angesprochen. Ich kenne sie nicht.

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      1. Wenn jemand „Nazis kloppen“ auf einen Zettel druckt und an die Laterne klebt, dann gehe ich davon aus dass damit aktive d.h. initiale Gewalt gegen Nazis gemeint ist — und nicht Gegenwehr, wenn die anfangen.

        Sorry, aber wenn es Scheiße ist dass die Nazis dich kloppen, obwohl du ihnen nix getan hast, dann ist es genauso Scheiße wenn du das mit den Nazis machst.

        Der „Schmusekurs“ ist ein Problem. Stelle ich nicht in Abrede. Das wird aber eher noch verschärft, wenn du den Rechten mit Nazis-Kloppen-Aktionen zusätzliche Argumente lieferst. Siehe das entsprechende AfD-Plakat.

        Nö, du kennst sie nicht. Aber sie hat eine Facebookseite etc.pp. Da kann man sie einfach mal darauf hinweisen, dass „krank“ (das sie offenbar in ableistischer Weise verwendet) und „behindert“ (gegen dessen Verwendung als abwertendes Wort sie mal ein Plakat gemacht hat) nicht so weit auseinanderliegen und dass sie mal drüber nachdenken könnte. Funktioniert evtl besser als ein Blogbeitrag, auf den sie erstmal aufmerksam werden muss.

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      2. Es geht nicht darum, Barbara zu „ändern“, sondern sie darauf hinzuweisen dass sie’s besser machen kann. Dann wird sie zum Teil der Lösung statt des Problems. Gegen die ableistische Verwendung von „behindert“ hat sie ja bereits anplakatiert.

        Nix für ungut, aber: was ist an Barbara so wichtig, dass du nur sie fürs darauf-aufmerksam-machen hernimmst? es gibt im aktuellen öffentlichen Diskurs genug andere und weiter verbreitete Beispiele.

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      3. Weil Menschen in meinem Umfeld sie andauernd verbreitet haben und es mir reichte andauernd zu diskutieren. Darum schrieb ich diesen Text. Das der aber an einem Tag über 3000Klicks bekommt, wundert mich selbst.

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      4. Ich hab damals auf Babaras Facebook Seite die Komentare unter dem Bild gelesen. Viele haben genau das moniert (Auch unter dem keine Gewalt – weder rechts noch links Bild).
        Sie meinte NICHT das man sich nicht wehren soll, oder nicht einschreiten sollte (da man ja selber gewalt anwendet). Sondern halt das man selber nicht HETZT.

        Wenn du einen Nazi siehst der Scheiße baut, jemanden bedroht oder gewaltätig wird darfst du natürlich (und solltest auch!) zurückschlagen – und wenn du es dadurch machst, dass du die Bullen rufst!
        Und das kannst du auch bei Weißen, Schwarzen, Behinterten, Juden, Muslime, Schwulen, Frauen, Kids, Männern, Flüchtlingen, Rentnern und Christen machen. Es geht generell darum die Stimmung nicht überkochen zu lassen. Wer aber Mist baut muss dafür auch grade stehen 😉

        Was an dem Einhornbild schlimm/problematisch sein sollte kann ich auch nicht verstehen. Ich meine jemand hat sich mal gegen Drache/Pferd/Greif entschieden und statdessen einen Adler gewählt. Das hat doch nix mit Deutschland zu tun. Sie kann doch sagen ein Einhorn wäre auch geil. Berlin hat nen Bären, Niedersachsen ein Pferd…

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  2. Bin bei der grundsätzlichen Gewaltablehnung da eher auf Barbaras Seite. Ich halte es einfach nicht für realistisch, dass nicht rechtstaatlich (durch Gewaltenteilung) kontrollierte, zufällige politische Gruppen, die mit der Militanz liebäugeln und die bei ihren Taten Judikative, Legislative und Exekutive in einem sind, auf lange Sicht immer genug abwägen werden, wann und wie sie diese angeblich alternativlose Gewalt ausüben (falls das überhaupt möglich ist).
    Die geschichtlichen Beispiele legen eher nahe, dass sich die Gewalt irgendwann verselbstständigt. Vor allem, wenn so ein Feindbilddenken herrscht.
    Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass, und das ist auch sehr traurig, eine noch so nötige Revolution nicht geschehen wird, wenn nicht eine große Masse dies ihren Prioritäten nach für nötig hält. Und diese waren meines Wissens nach noch nie Empathie für eine Gruppe, zur der man selbst nicht gehört, es wurde also nie eine Revolution für Leute gemacht, die gemeinhin als „andere“ empfunden werden, z.B. bedrohte Ausländer. Einige argumentieren, dass diese „Langstrecken-Empathie“ evolutionär gar nicht möglich ist.
    Selbstverständlich wäre es begrüßenswert, wenn die Massen sich zu solchen neuen, universalistischen Prioritäten bewegen ließen und das ist auch eine Aufgabe, die ich beispielsweise mit gewaltloser Überzeugungsarbeit zu leisten versuche.
    Denn mit Gewalt wird es nicht gehen, es ist so oft gescheitert, man manövriert sich öffentlich ins Abseits und in die Verachtung.

    Auf die „Ableism“-Geschichte will ich hier nicht eingehen, um den Rahmen nicht zu sprengen, finde die Vorwürfe aber, ohne es näher zu begründen, übertrieben sowie tendenziös.

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      1. Sorry hab das Kommentar 2 mal gemacht weil ich am Anfang vergessen habe meine Website hinzuzufügen.

        Davon sprechen aber häufig hier erwähnte Gruppen, die gleichzeitig Nazis kloppen, Staat auflösen (das ginge an sich schon nicht ohne Revolution) etc. fordern und eine ähnliche Einstellung zu „berechtigter Gewalt“ haben, wie du sie hier im Text implizierst.

        Das nicht aber etwas anderes, was ich hier nicht ausführen möchte, weshalb ich mich durch das, was jetzt als „ableistische Sprache“ gelabelt wird, angegriffen fühlen könnte, es aber nicht tue/ ablehne.

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      2. Das verstehe ich nicht.
        Also ich impliziere keine Gewaltbereitschaft gegenüber Rassist*innen, ich befürworte sie. Ich hätte auch gern ne Revolution, aber das war hier nicht ansatzweise das Thema. Kannst du mir erklären wie du durch nicht diskriminierende Sprache diskriminiert wirst?
        Ich bin beHindert und kann dir sagen: dir steht es nicht zu darüber zu urteilen oder meine Meinung zu bewerten weil du nicht betroffen bist.

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  3. Bin bei der grundsätzlichen Gewaltablehnung da eher auf Barbaras Seite. Ich halte es einfach nicht für realistisch, dass nicht rechtstaatlich (durch Gewaltenteilung) kontrollierte, zufällige politische Gruppen, die mit der Militanz liebäugeln und die bei ihren Taten Judikative, Legislative und Exekutive in einem sind, auf lange Sicht immer genug abwägen werden, wann und wie sie diese angeblich alternativlose Gewalt ausüben (falls das überhaupt möglich ist).
    Die geschichtlichen Beispiele legen eher nahe, dass sich die Gewalt irgendwann verselbstständigt. Vor allem, wenn so ein Feindbilddenken herrscht.
    Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass, und das ist auch sehr traurig, eine noch so nötige Revolution nicht geschehen wird, wenn nicht eine große Masse dies ihren Prioritäten nach für nötig hält. Und diese waren meines Wissens nach noch nie Empathie für eine Gruppe, zur der man selbst nicht gehört, es wurde also nie eine Revolution für Leute gemacht, die gemeinhin als „andere“ empfunden werden, z.B. bedrohte Ausländer. Einige argumentieren, dass diese „Langstrecken-Empathie“ evolutionär gar nicht möglich ist.
    Selbstverständlich wäre es begrüßenswert, wenn die Massen sich zu solchen neuen, universalistischen Prioritäten bewegen ließen und das ist auch eine Aufgabe, die ich beispielsweise mit gewaltloser Überzeugungsarbeit zu leisten versuche.
    Denn mit Gewalt wird es nicht gehen, es ist so oft gescheitert, man manövriert sich öffentlich ins Abseits und in die Verachtung.

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    1. Und mit Militanz wird meist (zumindest dem gemeinten Willen der Ausführenden nach) zu revolutionären Zwecken befürwortet/ gefordert/ angwendet.

      Finde es jetzt nicht so absurd, dass ich das dann angesprochen habe.

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  4. Einen Staat grundsätzlich, d.h. unabhängig von seiner Ausprägung, in Frage zu stellen, lässt nur noch das regellose Zusammenleben als Option. Und das führt unweigerlich zur Herrschaft des Stärkeren und der Gewaltbereiten. Ich bin gegen Nationalität als Grundlage und Identifikationsmerkmal eines Staates, aber ich meine dass eine demokratischer Staat, mit allen Merkmalen die verbesserungswürdig sind, den besten Rahmen für ein gewaltfreies, selbstbestimmtes Leben für alle Menschen bietet. Natürlich muss in der Realität ständig gegen Ungerechtigkeiten und Fehler im System gekämpft werden, aber dass dies innerhalb des Staates gemacht werden kann, ist ja gerade ein Merkmal eines freiheitlich, demokratischen Staatswesens.
    Wenn der Staat zerstört wird, kommt das dabei raus, was man z.B. im Iraq, in Libyen und in Somalia mit Schaudern betrachten kann.
    Gewaltausübung muss, im Rahmen der Verfassung und der Gewaltenteilung (das ist wichtig !!) dem Staat vorbehalten bleiben, sonst gilt bald das Faustrecht auf den Straßen.

    Ich bin gegen Nazis und Rechte, weil ich deren Ideologie menschenverachtend finde. Gegen den „Schwarzen Block“ bin ich, weil ich Lynchjustiz nicht akzeptieren kann, auch wenn ich deren Motive grundsätzlich nachvollziehen kann.

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      1. Dummerweise braucht es für eine funktionierende Anarchie mehr als die Abwesenheit einer Staatsmacht. Spätestens in einer Großstadt ist Anarchie wegen der fehlenden sozialen Kontrolle nicht mehr möglich.

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      2. Ich erlaube mir, dieses Wort in übertragener Bedeutung auf Sachverhalte anzuwenden, zumal ich Menschen mit kognitiven Einschränkungen grundsätzlich nicht mit „dumm“ abwerte.

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  5. „Hufeisentheorie“ –> Nein, radikaler Pazifismus. Kann mensch von halten, was mensch will, ist aber etwas völlig anderes.
    „Ableismus“ –> Ich bezweifele, dass Dummheit unter den (mMn übrigens abzulehnenden) Behinderungsbegriff fällt.
    Hippie-Pazifismus –> OK, hier stimme ich dir mal zu.
    Einhorn-Bild –> Das ist ein witziges Bild mit einem Einhorn. Das sollte mensch mMn nicht so politisieren 😀

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      1. Googlen ist eine gute Idee. Wikipedia:

        Im Unterschied zu anderen Bezeichnungen, die auf Mangel an Intelligenz hinweisen, bezeichnet Dummheit (alltagssprachlich) aber auch die Einstellung, nicht nur etwas nicht wahrnehmen zu können, sondern auch es nicht wahrnehmen zu wollen.

        … und genau mit letzterem Halbsatz verlässt das Wort den Begriffsraum des Ableismus.

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      2. Und? Beide Seiten wissen, dass das Wort nicht ausschließlich ableistisch ist. Folglich hat der Rezipient (meiner Meinung nach) den Kontext zu berücksichtigen und/oder mit mir zu reden, bevor er mir ob meiner Verwendung dieses Begriffs böse wird. Wenn er das nicht tut und trotzdem meckert, dann ist das ehrlich gesagt sein Problem.

        Ich kann und will nicht die halbe deutsche Alltagssprache aus meinem Hirn verbannen, weil irgendwer sich irgendwo auf den Schlips getreten fühlen könnte.

        Wenn du das forderst, dann kannst du das gerne tun, solltest aber bedenken, dass IMHO die meisten Leute eine solche Forderung für ziemlich überzogen halten und dir dann gar nicht mehr zuhören, auch wenn du im Kern (d.h. hier: bei Wörtern die man eben nicht fehlinterpretieren kann) recht hast.

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      3. Nach der Argumentation wäre das N-Wort auch okay. Es war umgangssprachlich und es haben sich „irgendwelche Leute auf den Schlips getreten gefühlt“ .
        Du reitest ganz schön auf deinen Privilegien rum, finde ich uncool.
        Und vor allem das Problem Nazis – verminderte Intelligenz

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      4. Der Unterschied ist, dass man das N-Wort *nur* diskriminierend verwenden kann. Ich *kann* heutzutage nicht zu einem Menschen dunklerer Hautfarbe sagen „upps, ich hab dich damit nicht verletzen wollen“. Das Wort bezieht sich auf eine bestimmte Klasse Menschen, wertet sie ab, und fertig. Es kann nicht auf was Anderes als Menschen angewendet werden, insofern habe weder ich die Freiheit mich damit bewusst auf etwas Anderes zu beziehen, noch haben die Betreffenden die Wahl ob sie sich, würde ich das Wort verwenden, gemeint fühlen sollen oder nicht.

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      1. Jemand, der einen Judenwitz reißt, will diskriminieren, das geht nicht anders.
        Barbara? die hat bisher einfach niemand darauf gestoßen, dass Wörter wie „dumm“ überhaupt als diskriminierend aufgefasst werden können.

        Von daher: Schmeiss das nicht alles in einen Topf.

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      2. Kannst du aufhören Scheiße zu relativieren? Es ist halt nicht okay. Ganz einfach. Ich habe nie behauptet das Barbara ein böser Mensch ist oder ABSICHTLICH diskriminiert. Aber sie tut es und das kritisiere ich. Was ist dein Problem?

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      3. Du bist hier derjenige, der die Diskussion hier mit Judenwitzen in einen Topf wirft, nicht ich. Und das ist im Kontext von Barbaras Plakaten alles Andere als vergleichbar.

        Ich gehe noch einen Schritt weiter: man kann unabsichtlich diskriminierende Sprache verwenden. Aber man kann nicht unabsichtlich diskriminieren. Höchstens gedankenlos. Barbara tut nicht mal das.

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      4. Man kann unabsichtlich diskriminierende Sprache verwenden. Tue ich auch, kann passieren. Aber wenn man drauf hingewiesen wird sollte es heißen „oh sorry, wusste ich nicht.“ und nicht „ja ähm, who cares, ist ja uneindeutig“.

        Gefällt 1 Person

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